"... das Licht zurückwerfen" - Fragmente der Sappho
Eine Spurensuche in Lied und Lyrik
"Gemüt……völlig……ich könnte…... wenn's mir möglich wäre ... .. das Licht zurückwerfen ... . (Sappho, Fragment)
Was bleibt von einem Menschen, wenn fast alles verloren ist?
Sappho, die legendäre Dichterin von Lesbos (ca. 600 v.Chr.), spricht zu uns über Jahrtausende hinweg – in Fragmenten, in Spuren, in brennenden Worten. Dieser Liederabend erkundet die Leerstellen der Liebe, die Zwischenräume der Sehnsucht und die Resonanzen von Sapphos Erbes in Musik und Lyrik quer durch die Jahrhunderte. Die antike Figur, von Louÿs als Zeitgenossin Sapphos erfunden, wurde für Louÿs zu einer Maske, durch die er mit seiner eigenen modernen Stimme voll sinnlicher, homoerotischer Unruhe gegen Erwartungen und Normen seiner Zeit sprach.
Das Spiel mit dem Erbe Sapphos durchzieht den Liederabend. Sappho war eine der ersten Stimmen der Weltliteratur, die Liebe nicht als göttliches Prinzip oder moralische Tugend besang, sondern als zutiefst menschliches und körperliches Erleben. In ihren wenigen überlieferten Fragmenten wird die Liebe als eine Ur-Kraft erfahren, die den Körper zittern, das Herz rasen und die Sprache stocken lässt. Sie schreibt von der Nähe und der Entfernung, vom Begehren und vom Verlust, vom Blick, der verwundet, und der Stimme, die heilt. Sapphos Liebe ist nicht gebunden an Geschlecht, sondern an Erfahrung. Dass sie über Frauen schrieb, mit Frauen sprach, sie begehrte, sie besang, macht ihre Lyrik zu einem frühen Zeugnis weiblicher Selbstverortung.
Lieder von Franz Schubert, Alma Mahler, George Crumb, Konstantia Gourzi, Olivier Messiaen und anderen ergänzen Claude Debussys Chansons de Bilitis zu einem Prisma, das Sapphos Licht – ihren Blick auf die Liebe – schillernd durch die Jahrhunderte zurückwirft.
Theresa Pilsl, Gesang und Text
Marlene Heiß, Klavier und Text
Fotos vom Konzert am 10.8.25 bei den Höri Musiktagen in Öhningen. Screenshots (c) Greta Markurt








"... das Licht zurückwerfen" - Fragmente der Sappho
Eine Spurensuche in Lied und Lyrik
"Gemüt……völlig……ich könnte…... wenn's mir möglich wäre ... .. das Licht zurückwerfen ... . (Sappho, Fragment)
Was bleibt von einem Menschen, wenn fast alles verloren ist?
Sappho, die legendäre Dichterin von Lesbos (ca. 600 v.Chr.), spricht zu uns über Jahrtausende hinweg – in Fragmenten, in Spuren, in brennenden Worten. Dieser Liederabend erkundet die Leerstellen der Liebe, die Zwischenräume der Sehnsucht und die Resonanzen von Sapphos Erbes in Musik und Lyrik quer durch die Jahrhunderte. Die antike Figur, von Louÿs als Zeitgenossin Sapphos erfunden, wurde für Louÿs zu einer Maske, durch die er mit seiner eigenen modernen Stimme voll sinnlicher, homoerotischer Unruhe gegen Erwartungen und Normen seiner Zeit sprach.
Das Spiel mit dem Erbe Sapphos durchzieht den Liederabend. Sappho war eine der ersten Stimmen der Weltliteratur, die Liebe nicht als göttliches Prinzip oder moralische Tugend besang, sondern als zutiefst menschliches und körperliches Erleben. In ihren wenigen überlieferten Fragmenten wird die Liebe als eine Ur-Kraft erfahren, die den Körper zittern, das Herz rasen und die Sprache stocken lässt. Sie schreibt von der Nähe und der Entfernung, vom Begehren und vom Verlust, vom Blick, der verwundet, und der Stimme, die heilt. Sapphos Liebe ist nicht gebunden an Geschlecht, sondern an Erfahrung. Dass sie über Frauen schrieb, mit Frauen sprach, sie begehrte, sie besang, macht ihre Lyrik zu einem frühen Zeugnis weiblicher Selbstverortung.
Lieder von Franz Schubert, Alma Mahler, George Crumb, Konstantia Gourzi, Olivier Messiaen und anderen ergänzen Claude Debussys Chansons de Bilitis zu einem Prisma, das Sapphos Licht – ihren Blick auf die Liebe – schillernd durch die Jahrhunderte zurückwirft.
Theresa Pilsl, Gesang und Text
Marlene Heiß, Klavier und Text
Fotos vom Konzert am 10.8.25 bei den Höri Musiktagen in Öhningen. Screenshots (c) Greta Markurt



