ZeitGenuss - Festival für Musik unserer Zeit
In einer Gegenwart, die von gesellschaftlichen Spannungen, multiplen Wahrheiten, Künstlicher Intelligenz und erstarkendem Rechtspopulismus geprägt ist, lädt das Musikfestival ZeitGenuss – Festival für Musik unserer Zeit dazu ein, individuelle wie gesellschaftliche Integrität künstlerisch zu verhandeln – offen, diskursiv und sinnlich erfahrbar.
ZeitGenuss 2025 ist ein Plädoyer dafür, die Vielheit nicht nur auszuhalten, sondern gemeinsam zu feiern. Die eigene Lebensrealität – geprägt von Herkunft, Erfahrung und Wahrnehmung – soll dabei nicht an der Garderobe abgegeben, sondern mitten ins Geschehen eingebracht werden: als Frage, als Haltung, als Geschichte, als Klang.
Die Performances finden im öffentlichen Raum und über die Stadt verteilt statt. Dabei werden hybride Räume und Identitäten, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine sowie Manipulationen der Wahrnehmung befragt - ebenso wie analoge Formen und Orte der Begegnung, Körperlichkeit und Kommunikation. Uraufführungen und klassische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts treffen auf Künstler*innen an der Schnittstelle von Sound, Wort, Medienkunst und Tanz.
Kooperationspartner sind u.a. die die Reihe TURNS des ZKM, die Hochschule für Musik, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das Studio Fluffy und TOPLAP, das ensemble ben rentz und Karlsruher Kantor*innen. Die freie Musikszene der Stadt wird mit einem Open Call eingeladen, das Programm mitzugestalten und weiter zu öffnen.

"Das Festival „ZeitGenuss“ geht in diesem Jahr neue Wege. Es will raus aus den Nischenräumen der Neuen Musik, hinein ins Leben der Stadt. „Öffnung“ lautet das Zauberwort – hin zu Passanten in der Fußgängerzone, zu Kunstliebhaberinnen in der dann wieder eröffneten Orangerie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, zu Familien im Kinderkonzert und zu all jenen, die neugierig sind, was jenseits des Gewohnten klingt. "
BNN 27.8.25 „Karlsruhe wird zur Klangstadt - Festival ZeitGenuss bringt Neue Musik mitten ins Leben“ I Isabel Steppeler
„Zuhören, mitreden, mitfühlen: Das Festival „ZeitGenuss“ 2025 will Karlsruhe in eine Bühne verwandeln, bei der Klangkunst, Tanz, Politik und Alltag aufeinandertreffen. Für Kuratorin Marlene Heiß ist das eine Einladung, sich einzumischen. Bei freiem Eintritt."
"Wie aus neuer Musik ein Gemeinschaftserlebnis wird – mit Pop-up-Konzerten, offenen Formaten und einem Zelt für 1:1- Begegnungen mitten in der Stadt. Ein Gespräch über Energie, Begegnung und die Lust, überrascht zu werden“.
BNN 20.10.25 „Marlene Heiß verpasst dem Karlsruhe ZeitGenuss - Festival einen neuen Spirit“ I Isabel Steppeler
„Großen Eindruck hinterließ eine Uraufführung: Judith Vargas „The Awakening Goddess“ für Sopran, Bassetthorn und Klavier (Narea Son, Boglarka Pecze und Mariana Popova) nach einem Text von Sándor Marai, das sich mit durchaus hämmernder Wut zeigte.“
„Die von Chiharu Koda und Sierk Schmalzriedt entworfene interaktive Installation „Substance“ findet in mit Wasser gefüllten Schalen, deren Inhalt sich in verschiedensten Wellenformationen mustert, ein Bild für gesellschaftliche Resonanz. Eine Resonanz, die in diesem Fall durch Live-Coding angeregt wurde.“
„Der Schauspieler Heisam Abbas las aus Négar Djavadis Roman „Desorientale“. Flankiert werden die Auszüge von Kammermusiken östlicher und westlicher Komponisten. Stücke, die Töne für die Vielschichtigkeit eines durch Wanderung geprägten Lebens fanden, wie „Layers in Sync“ für Viola (Muriel Razavi) und Elektronik von Niloufar Nourbakhsh, das seine Wirkung durch das Loopen, Schichten und Verschieben einer Melodielinie entfaltete. Das titelgebende „I am from nowhere“ für Akkordeon, Viola, Klarinette und Klavier (Goran Stevanovich, Muriel Razavi, Boglarka Pecze und Marlene Heiß), das auf persischen Modi beruht, sich aber in furianten Clustern entlädt.“
BNN 23.10.25 „Resonanz und Identität“I Jens Wehn
„Mitten auf dem Karlsruher Marktplatz erhebt sich aktuell ein transparentes Kuppelzelt – ein Raum, in dem Musik und Mensch auf ungewöhnlich in- time Weise zusammentreffen. Das Format „Zwiegespräche“ lädt Passanten zu fünfminütigen Eins- zu-Eins-Konzerten ein.“
„Immer wieder bleiben Passanten stehen und lauschen den Klängen, die sich hier bieten.“
„Im Zelt entsteht eine ungewohnte Nähe. Hier spielt die Stadt eine ganz wichtige Rolle.“
BNN 24.10.2025 „Kuppel am Marktplatz fällt auf“ I Chi Zang
„Die Grundannahme von „wunden“ ist, dass Gesellschaften in vielerlei Hinsicht von Gewalt traumatisiert seien und Schmerzen, Leid und Schuld über Generationen eingeschrieben und weitergegeben werden. Das Stück sucht und findet Bilder der Verwundung.“
"Die Musik dazu ist gut ausgewählt. Rihms „Antlitz (von weit)“ für Cello und Klavier zum Beispiel lässt den Riss zu, die Zergliederung. Sie steht in großen Gegensatz etwa zur Musik des Akkordeonisten Goran Stevanovich, die mit ihrem an den Balkan und Argentinien erinnernden Klang zum Tanz lädt: Heilung durch Milonga? An diesem Tanz dürfen auch die Zuschauer teilnehmen, die, weil sie während der Aufführung umhergehen dürfen, selbst zum Tanzbild gehören.“
BNN 20.10.2025 „Wenn Milonga zur Heilung wird“ I Jens Wehn
„Der CoroPiccolo und Christian-Markus Raiser interpretierten geistliche Werke zeitgenössischer Komponisten. Darunter einige von Rihm selbst. Es wurde ein interessantes und erkenntnisreiches Erlebnis, das einem das in erwartet hochklassiger Qualität aufsingende Ensemble bereitete.“
„Die Selbstverständlichkeit, mit der am Abend junge Komponistinnen und Komponisten im Kubus des ZKM mit den Mitteln der Elektronik umgingen(…): überraschende Verbindungen von Klang und Bild. Oft mit Ironie gefüttert, wie zum Beispiel Igor Silvas „Your Trash“ für Perkussion (Tamara Kurkiewicz) Elektronik und Video, das in einem fulminanten Angriff auf die Sinne den digitalen „Abfalls“ des eigenen Browserverlaufs zur Kunst macht oder Alexander Schuberts „Weapon of Choice“ für Violine (Judith Fliedl), Video und Sensor, in dem ein abstrahiertes Abbild der Spielenden auf die Leinwand geworfen, einen eigenen Rhythmus entwickelt.“
BNN 27.10.2025 „Frische Luft beim ZeitGenuss“ I Jens Wehn












(c) Felix Grünschloss




(c) Bernadette Fink I Lika Schwarz
ZeitGenuss - Festival für Musik unserer Zeit
In einer Gegenwart, die von gesellschaftlichen Spannungen, multiplen Wahrheiten, Künstlicher Intelligenz und erstarkendem Rechtspopulismus geprägt ist, lädt das Musikfestival ZeitGenuss – Festival für Musik unserer Zeit dazu ein, individuelle wie gesellschaftliche Integrität künstlerisch zu verhandeln – offen, diskursiv und sinnlich erfahrbar.
ZeitGenuss 2025 ist ein Plädoyer dafür, die Vielheit nicht nur auszuhalten, sondern gemeinsam zu feiern. Die eigene Lebensrealität – geprägt von Herkunft, Erfahrung und Wahrnehmung – soll dabei nicht an der Garderobe abgegeben, sondern mitten ins Geschehen eingebracht werden: als Frage, als Haltung, als Geschichte, als Klang.
Die Performances finden im öffentlichen Raum und über die Stadt verteilt statt. Dabei werden hybride Räume und Identitäten, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine sowie Manipulationen der Wahrnehmung befragt - ebenso wie analoge Formen und Orte der Begegnung, Körperlichkeit und Kommunikation. Uraufführungen und klassische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts treffen auf Künstler*innen an der Schnittstelle von Sound, Wort, Medienkunst und Tanz.
Kooperationspartner sind u.a. die die Reihe TURNS des ZKM, die Hochschule für Musik, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das Studio Fluffy und TOPLAP, das ensemble ben rentz und Karlsruher Kantor*innen. Die freie Musikszene der Stadt wird mit einem Open Call eingeladen, das Programm mitzugestalten und weiter zu öffnen.

"Das Festival „ZeitGenuss“ geht in diesem Jahr neue Wege. Es will raus aus den Nischenräumen der Neuen Musik, hinein ins Leben der Stadt. „Öffnung“ lautet das Zauberwort – hin zu Passanten in der Fußgängerzone, zu Kunstliebhaberinnen in der dann wieder eröffneten Orangerie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, zu Familien im Kinderkonzert und zu all jenen, die neugierig sind, was jenseits des Gewohnten klingt. "
BNN 27.8.25 „Karlsruhe wird zur Klangstadt - Festival ZeitGenuss bringt Neue Musik mitten ins Leben“ I Isabel Steppeler
„Zuhören, mitreden, mitfühlen: Das Festival „ZeitGenuss“ 2025 will Karlsruhe in eine Bühne verwandeln, bei der Klangkunst, Tanz, Politik und Alltag aufeinandertreffen. Für Kuratorin Marlene Heiß ist das eine Einladung, sich einzumischen. Bei freiem Eintritt."
"Wie aus neuer Musik ein Gemeinschaftserlebnis wird – mit Pop-up-Konzerten, offenen Formaten und einem Zelt für 1:1- Begegnungen mitten in der Stadt. Ein Gespräch über Energie, Begegnung und die Lust, überrascht zu werden“.
BNN 20.10.25 „Marlene Heiß verpasst dem Karlsruhe ZeitGenuss - Festival einen neuen Spirit“ I Isabel Steppeler
„Großen Eindruck hinterließ eine Uraufführung: Judith Vargas „The Awakening Goddess“ für Sopran, Bassetthorn und Klavier (Narea Son, Boglarka Pecze und Mariana Popova) nach einem Text von Sándor Marai, das sich mit durchaus hämmernder Wut zeigte.“
„Die von Chiharu Koda und Sierk Schmalzriedt entworfene interaktive Installation „Substance“ findet in mit Wasser gefüllten Schalen, deren Inhalt sich in verschiedensten Wellenformationen mustert, ein Bild für gesellschaftliche Resonanz. Eine Resonanz, die in diesem Fall durch Live-Coding angeregt wurde.“
„Der Schauspieler Heisam Abbas las aus Négar Djavadis Roman „Desorientale“. Flankiert werden die Auszüge von Kammermusiken östlicher und westlicher Komponisten. Stücke, die Töne für die Vielschichtigkeit eines durch Wanderung geprägten Lebens fanden, wie „Layers in Sync“ für Viola (Muriel Razavi) und Elektronik von Niloufar Nourbakhsh, das seine Wirkung durch das Loopen, Schichten und Verschieben einer Melodielinie entfaltete. Das titelgebende „I am from nowhere“ für Akkordeon, Viola, Klarinette und Klavier (Goran Stevanovich, Muriel Razavi, Boglarka Pecze und Marlene Heiß), das auf persischen Modi beruht, sich aber in furianten Clustern entlädt.“
BNN 23.10.25 „Resonanz und Identität“I Jens Wehn
„Mitten auf dem Karlsruher Marktplatz erhebt sich aktuell ein transparentes Kuppelzelt – ein Raum, in dem Musik und Mensch auf ungewöhnlich in- time Weise zusammentreffen. Das Format „Zwiegespräche“ lädt Passanten zu fünfminütigen Eins- zu-Eins-Konzerten ein.“
„Immer wieder bleiben Passanten stehen und lauschen den Klängen, die sich hier bieten.“
„Im Zelt entsteht eine ungewohnte Nähe. Hier spielt die Stadt eine ganz wichtige Rolle.“
BNN 24.10.2025 „Kuppel am Marktplatz fällt auf“ I Chi Zang
„Die Grundannahme von „wunden“ ist, dass Gesellschaften in vielerlei Hinsicht von Gewalt traumatisiert seien und Schmerzen, Leid und Schuld über Generationen eingeschrieben und weitergegeben werden. Das Stück sucht und findet Bilder der Verwundung.“
"Die Musik dazu ist gut ausgewählt. Rihms „Antlitz (von weit)“ für Cello und Klavier zum Beispiel lässt den Riss zu, die Zergliederung. Sie steht in großen Gegensatz etwa zur Musik des Akkordeonisten Goran Stevanovich, die mit ihrem an den Balkan und Argentinien erinnernden Klang zum Tanz lädt: Heilung durch Milonga? An diesem Tanz dürfen auch die Zuschauer teilnehmen, die, weil sie während der Aufführung umhergehen dürfen, selbst zum Tanzbild gehören.“
BNN 20.10.2025 „Wenn Milonga zur Heilung wird“ I Jens Wehn
„Der CoroPiccolo und Christian-Markus Raiser interpretierten geistliche Werke zeitgenössischer Komponisten. Darunter einige von Rihm selbst. Es wurde ein interessantes und erkenntnisreiches Erlebnis, das einem das in erwartet hochklassiger Qualität aufsingende Ensemble bereitete.“
„Die Selbstverständlichkeit, mit der am Abend junge Komponistinnen und Komponisten im Kubus des ZKM mit den Mitteln der Elektronik umgingen(…): überraschende Verbindungen von Klang und Bild. Oft mit Ironie gefüttert, wie zum Beispiel Igor Silvas „Your Trash“ für Perkussion (Tamara Kurkiewicz) Elektronik und Video, das in einem fulminanten Angriff auf die Sinne den digitalen „Abfalls“ des eigenen Browserverlaufs zur Kunst macht oder Alexander Schuberts „Weapon of Choice“ für Violine (Judith Fliedl), Video und Sensor, in dem ein abstrahiertes Abbild der Spielenden auf die Leinwand geworfen, einen eigenen Rhythmus entwickelt.“
BNN 27.10.2025 „Frische Luft beim ZeitGenuss“ I Jens Wehn












(c) Felix Grünschloss




(c) Bernadette Fink I Lika Schwarz